Liebe deine Einzigartigkeit

Wege zur eigenen inneren Weisheit

Wandel der Menschheit? – Die verborgene Herausforderung unserer Zeit –

Wandel der Menschheit? – Die verborgene Herausforderung unserer Zeit –

Wachsen oder erneut scheitern?

Es ist unglaublich anstrengend, in der Zeit, in der wir gegenwärtig leben, innerlich ausgeglichen und bei sich zu bleiben. In einer Zeit, in der die Menschen in unterschiedliche Lager gespalten sind und die Atmosphäre so aufgeheizt ist. Es scheint nur noch das eine große Thema Corona zu geben, das von allen Seiten ständig auf uns einströmt, und nur die eine oder andere Positionierung möglich. Und je mehr jede Seite darauf drängt, im Recht zu sein, umso größer werden Spannungen und Spaltung.

Wiederholungen

Das ist nicht neu in der Geschichte der Menschheit, nur die jeweiligen Anlässe wechselten. Immer wieder kam es zu solchen Spannungen, zu Auseinandersetzungen, bis hin zu Unterdrückungen und Kriegen, über deren Beweggründe wir aus heutiger Sicht oft nur noch mit dem Kopf schütteln können. Und schon so manches Weltbild und viele Annahmen, die einmal als absolute Wahrheit galten, mussten revidiert werden.

Was immer bei Spaltungen der Gesellschaft fehlte, war Menschlichkeit – die Bereitschaft, die Beweggründe der anderen Seite wirklich verstehen zu wollen. Die Überzeugung, selbst uneingeschränkt im Recht zu sein und über den anderen urteilen zu dürfen, lässt Positionen verhärten – zulasten des Miteinanders und der Beweglichkeit in der Sache.

Können wir uns verändern und bei uns selbst anfangen?

Wenn wir einmal hinter jegliche Anlässe für Auseinandersetzungen in der Geschichte der Menschheit blicken, auf deren Kosten immer wieder Menschlichkeit und gegenseitiger Respekt gingen, ist das zentrale Thema hinter allen Anlässen doch das, ob wir in der Lage sind, das endlich zu ändern.

Für den viel ersehnten Wandel der Menschheit wäre es doch genau das, was einen Wandel überhaupt ermöglichen würde, statt darauf zu bestehen und zu warten, dass die eigene Position sich durchsetzt. Natürlich ist das nicht leicht. Es ist eine riesige Herausforderung. Aber eine Annäherung und auch Änderung von Positionen wird dadurch doch erst möglich.

Überzeugen Druck und Beleidigungen die andere Seite?

Der Andere muss einsehen, dass er im Unrecht ist? Würde man sich selbst durch Beleidigungen, Druck oder ein schlechtes Gewissen eingeredet zu bekommen, vom Gegenteil der eigenen Sichtweise „überzeugen“ lassen? Würde es nicht eher Widerstand hervorrufen und unser Feindbild bestärken? Auf diese Weise können wir wohl kaum Einsicht von der Gegenseite erwarten.

Die Geschichten hinter den Fronten

Sind Emotionen im Spiel und prallen gegensätzliche Ansichten aufeinander, hat das meist weniger mit der Sache zu tun, als wir glauben, sondern eher mit den seelischen Verletzungen der Menschen dahinter. Es tut weh, sich unverstanden zu fühlen. Sich in seinen Bedenken nicht ernst genommen oder sogar angegriffen zu fühlen, ist verletzend, so dass wir uns schnell im Recht sehen, ebenfalls anzugreifen. Wie sehr uns die Haltung eines Andersdenkenden trifft, hat meist auch mit den seelischen Wunden zu tun, die bereits in uns sind – mit der Resonanz, die dadurch in uns ausgelöst wird.

Angriffe geschehen auf unterschiedliche Weise und nicht immer ganz offenkundig. Fakten, beispielsweise, dienen dann oft mehr der Unterstreichung der Richtigkeit der eigenen Position (und einer damit oft versteckten verknüpften Hoffnung auf die Bestätigung des eigenen Wertes), als einer wirklich sachlichen Auseinandersetzung. Leistung und Status, die damit verbunden werden, haben einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Sie dienen auch insgeheim öfter einfach dem Ausgleich, sich wertvoller zu fühlen – mehr, als es nach außen scheint.

 

„Liebe mich am meisten, wenn ich es am wenigsten verdient habe,
denn dann brauche ich es am nötigsten.“
                                                                            Helen Keller

Seelische Wunden tragen wir alle in uns. Auch diejenigen, deren Verwundbarkeit sich in einer so unangenehmen Form zeigt, dass wir sie nicht damit in Verbindung bringen. Verletzbar sind wir alle, auch diejenigen, zu denen wir keine persönliche Beziehung haben und die nicht unsere Sicht der Dinge vertreten.

Eine indianische Weisheit besagt, man solle nie über einen anderen urteilen, bevor man nicht tausend Schritte in seinen Schuhen gegangen sei. Mit anderen Worten: Wir können niemanden vollkommen neutral einschätzen, weil wir nicht dasselbe erlebt haben können, was er erlebt hat und nicht wissen können, was ihn geprägt hat und wie er fühlt. So können wir auch nicht voraussetzen, dass der andere aus reiner Böswilligkeit oder Dummheit handelt, weil er unsere Sichtweise nicht so versteht wie wir selbst. Und wir können nicht alle Motive miteinander vergleichen, die uns antreiben. Sie sind so individuell wie die Menschen und ihre jeweilige Geschichte.

Wandel geschieht zuerst von innen

Tief in uns drin verstehen wir. Weil wir dort unverletzt sind und wissen, wer wir wirklich sind. Das wird nur meistens vom Getöse von Meinungen, Stimmungen, Beeinflussungen jeglicher Art und unseren Vorstellungen über uns selbst überdeckt.
Darunter ist Frieden.
Das in uns fühlen, können wir nur selbst – unabhängig von allen äußeren Einflüssen.

Was verbindet uns?

Wenn wir das Menschliche und Verletzliche in uns selbst und auch im Gegenüber erkennen, kann das unsere innere Haltung und die zwischenmenschliche Atmosphäre ändern. Das zu spüren und sich nicht (mehr) angegriffen zu fühlen, gibt auch unserem Gegenüber die Chance, leichter seine innere Haltung zu uns zu ändern.

Die Fähigkeit mitzufühlen und Bereitschaft, die Motive des Anderen verstehen zu wollen, bedeutet ja nicht, dass ich sie gutheißen und zu meinen eigenen machen muss. Aber, wenn ich bei mir bleibe und meine seelischen Verwundungen verstehe, kann ich auch klarer erkennen und besser verstehen, was den anderen wirklich antreibt. Verstehen entschärft Spannungen.

Echtes Verständnis ist keine Schwäche. Es trägt zu unserem inneren Frieden bei, und der tut nicht nur uns selbst gut. Wäre es das nicht wert, uns statt auf das Gegensätzliche auch einmal auf das zu fokussieren, was jeden von uns verletzlich macht und uns letztendlich auch verbindet?

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